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    > MISSION IMPOSSIBLE

DIE LAKKADIVEN

Als Yves Fraisseix, unser guter Freund in Indien, nach dem richtigen Reiseziel suchte, waren die Lakkadiven nur eine von vielen Möglichkeiten. Er begann mit weiteren Nachforschungen bezüglich der nötigen Lizenzen um Touren auf den Inseln durchführen zu können, aber die meisten Reaktionen waren so ähnlich wie “Das geht nicht”, “Tu es nicht”, “Zu kompliziert” sowie “Unmöglich” – und das waren noch die positiveren. Um es mit Yves’ eigenen Worten zu sagen, “da wusste ich, dass ich das richtige Reiseziel gefunden hatte!”

Wir alle wissen – es ist immer das gleiche – je weniger Befischungsdruck, desto besser ist die Angelei. Hier gab es eine ganze Inselgruppe im Indischen Ozean, die noch niemand zuvor befischt hatte! Für Yves gab es jetzt nur noch ein Ziel nämlich das Unmögliche möglich zu machen. Er schaffte es tatsächlich und als alle Unklarheiten beseitigt waren, bekam er die nötige Erlaubnis ausländische Angler auf die Lakkadiven zu bringen. Jetzt galt es also nur noch die passenden Boote zu finden und jemanden, der sie fährt – richtig?

Nun, nicht wirklich …

Wir wollen bei der Erzählung allerdings nicht zu sehr ins Detail gehen, wie die Einheimischen ihn zunächst für völlig verrückt hielten, als er die Fische (= Nahrung) wieder zurück ins Meer setzte – und ihn als Konsequenz nicht mehr mit aufs Wasser nehmen wollten. Oder warum sechs verschiedene indische Behörden jeweils ein 10-seitiges Formular für jeden einzelnen Gast benötigen. Die Sache ist die, dass wenn Sie Ihren Popper an ein Riff werfen, welches möglicherweise vorher noch nicht befischt worden ist – machen Sie sich darüber keine Gedanken, welche Probleme damit verbunden sind. Yves hat sich bereits darum gekümmert, so oder so.

REISEN AUF DIE LAKKADIVEN

SAISON: November – Mai.

ZIELFLUGHAFEN: Cochin.

TYPISCHER REISEABLAUF:

Tag 1: Ankunft in Cochin, kurzer Transfer ins Hotel.
Tag 2: Inlandsflug nach Agatti, Bootstransfer ins Zeltcamp.
Tag 3-8: 6 volle Angeltage, hauptsächlich mit Übernachtung an Board.
Tag 9: Bootstransfer nach Agatti und Inlandsflug nach Cochin. Kurzer Transfer zum Hotel.
Tag 10: Morgentransfer zum Flughafen, Flug nach Hause.
Längere Touren sind möglich.

Ab €3800/ Person für 6 Angeltage und 8 Übernachtungen.

Im Reisepreis enthalten: Inlandsflüge Kochi-Lakkadiven und zurück, alle Transfers und Verpflegung auf den Inseln, 6 volle Angeltage (3 Angler/Boot), 8 Übernachtungen im Hotel/Resort oder auf dem Boot.

Nicht im Reisepreis enthalten: Internationale Flüge nach Kochi (Indien), Softdrinks, Trinkgelder, mögliche Übergepäckkosten auf dem Flug Kochi-Lakkadiven (ca. €150/Angler).

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DAS ANGELREVIER UND DIE FISCHEREI

Obwohl es seitens der Einheimischen nur eine kommerzielle Fischerei auf Yellowfins oder andere Thunfischartige gibt, wird die Fischerei auf Giant Trevally und andere Fischarten umso besser, je weiter man sich von den bewohnten Inseln entfernt. Ziel einer jeden Lakkadiven-Tour ist es daher, die äußeren Riffe zu befischen.

Auch wenn wir dafür die eine oder andere Nacht auf den offenen Booten verbringen müssen, es lohnt sich. Unberührte Riffe voller Fisch warten auf Sie. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort können Sie eine Fischerei erleben, wie sie anderswo auf der Welt kaum mehr möglich ist. Unser Bootsrekord liegt übrigens bei unglaublichen 81!! gelandeten GTs an einem Tag mit 3 Anglern.

Es wird, ähnlich wie weiter südlich auf den Malediven, entlang der schier endlosen Riffkanten gefischt. Ob in der tosenden Brandung oder im tiefblauen Wasser an den Abbruchkanten, der Fisch des Lebens kann hier jederzeit einsteigen.

BOOTE UND UNTERKUNFT

Seit unserem ersten Besuch im Jahre 2012 hat sich einiges verändert. Die Boote sind größer geworden, die Motoren sind leiser und laufen zuverlässig, das Essen ist besser und die Crew arbeitet härter als je zuvor. Es gibt sogar Toiletten an Bord, was ein wirklicher Fortschritt ist. Sie sollten allerdings eine gute Portion Abenteuergeist mitbringen, denn die Nächte auf dem Wasser verbringen wir nach wie vor noch auf Matratzen unter freiem Sternenhimmel.

Wenn wir nicht gerade auf dem Weg zu den entfernten Inseln sind, schlafen wir in einem gut ausgestatteten Zeltcamp.

Wir nutzen die einheimischen Holzboote, von denen es sich bestens fischen lässt. Es gibt jede Menge Platz für 3 Angler und die Bootbesatzung weiß mittlerweile genau, wie sie das Boot zu steuern haben, um Sie optimal am Riff zu positionieren. Die Boote sind nicht sonderlich schnell, aber da wir die größeren Distanzen zu den entfernten Angelplätzen in der Nacht zurücklegen, verlieren wir somit am Tage keine wertvolle Angelzeit.

KLIMA UND SAISONZEITEN

Auf den Lakkadiven herrscht das ganze Jahr über tropisches Klima ohne großartige Änderungen.

Die Temperaturen schwanken zwischen 25 und 35°C und außerhalb der Monsunzeit (Mitte Mai bis Ende September) ist die See für gewöhnlich sehr ruhig. Die Monate Dezember bis Mai gehören zu den trockensten des Jahres.

Die Angelsaison erstreckt sich von November bis Mai.

DAS ANGELGERÄT

Wir empfehlen eine hochwertige Popperrute mit einem Wurfgewicht von etwa 150-180 g in Längen zwischen 7‘6“ und 8 Fuß, welche so ziemlich alle Angelmethoden mit Poppern und Stickbaits abdeckt. Es gibt mittlerweile eine Menge guter Ruten auf dem Markt. Seit einiger Zeit bevorzugen wir 3-teilige Modelle, welche bedeutend leichter in größeren Koffern oder Reisetaschen zu transportieren sind. So erspart man sich das sperrige Rutenrohr und zusätzliche Kosten für das Gepäck.

Bei den Rollen sind Spinnrollen wie Shimanos Stella 14000XG (oder 10000SW) die besten Größen für die Lakkadiven. Nur in wenigen Fällen sind die  18000er Modelle mit größerer Schnurfassung und stärkeren Bremsen notwendig. Wir empfehlen die Verwendung von Schnüren der Klasse 80-100 lbs. Mit dünneren Schnüren wirft man zwar prinzipiell etwas weiter, hat aber auch leider mehr Abrisse zu beklagen.

Wenn die Fische aktiv sind und fressen bringt nahezu jeder Köder früher oder später den Erfolg. Einige erfolgreiche Modelle der letzten Touren sind: Heru Cubera, Heru Skipjack, Dumbell Pop (L), Orion Flapper, Orion Big Nose, Yo-Zuri Surface Bull. Auch Stickbaits können mitunter sehr erfolgreich sein. Zu unseren Favoriten zählen beispielsweise der Yambal GT Harrier oder Orion Nambas.

Für das Jigging benutzen wir spezielle kurze Jigruten mit einem empfohlenen Jiggewicht von bis zu 300 g in Kombination mit einer Shimano Stella oder Twin Power 8000PG. Für mehr Schnurfassungsvermögen verwenden wir 14000er Spulen, welche locker mehr als 250 m Schnüre der Klasse PE6-8 fassen. Jigs kommen in den Gewichtsklassen von 200-300 g zum Einsatz je nach Wassertiefe und Strömung bzw. Drift.

Planen Sie auf jeden Fall Ersatzgerät für die Tour ein, denn vor Ort gibt es keine Möglichkeit im Ernstfall eine Rolle oder Rute aufzutreiben.

ANREISE

Obwohl viele noch nicht einmal von den Lakkadiven gehört haben, ist es eigentlich ziemlich einfach dorthin zu gelangen. Von Europa aus erreichen Sie mit mehreren Fluggesellschaften und einem Zwischenstopp in Dubai oder Doha den Flughafen von Kochi in Indien.

Hier verbringen wir die erste Nacht in einem Hotel (im Reisepreis bereits enthalten) bevor es am nächsten Morgen per Inlandsflug weiter nach Agatti auf die Lakkadiven geht. Von der Flughafeninsel Agatti gelangen wir dann per Boot auf die benachbarte Inseln Bangaram, wo sich das Zeltcamp befindet.

Von dort aus starten wir dann zu unseren Expeditionen entweder in Richtung Süden oder nach Norden.

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